Sonntag, 17. März 2013

Prologue: Wie d'Sau in Stau

Heute ging’s endlich los; nach Monaten des Trainings und der Vorbereitungen. Unser Fahrer holte uns pünktlich um 8 Uhr ab und fuhr uns rund 30 Minuten hinaus aufs Weingut von Meerendal. Bei der Anfahrt sahen wir schon etliche FahrerInnen an den staubigen Hügeln pedalen. Die Szenerie dann auf dem Rennplatz ist immer wieder eindrücklich. Ein Gemisch aus Picknick, Rennen und Volksfest. Wir hatten etwa 1 1/2 Stunden Zeit und genossen die Rennatmosphäre, wobei die Spannung minütlich anstieg.

Um 10:25 Uhr gingen wir dann pünktlich auf die Strecke. Vor uns machten wir einige optisch langsamere Teams  aus, die es zuerst mal zu überholen galt. Die ersten Meter führten im Zickzack durchs Weingut mit dem Höhepunkt, das schmucke Hauptgebäude zu durchfahren und dann die Treppe runterzurattern. Alles lief nach Plan und die ersten Teams waren auch bald eingeholt. Das ging sehr flott und wir waren perfekt unterwegs. Bergauf immer knapp unter der Schmerzgrenze, bergab schön süüferli. Die Trails waren unglaublich, mit perfektem Flow und leicht sandig. Biken in Perfektion.

In der zweiten Streckenhälfte wurden wir durch etliche langsame Teams aufgehalten. Wir nahmen Tempo raus und riskierten keine gefährlichen Überholmanöver. Unser Sturz im Prolog 2011 hatten wir stets im Hinterkopf. So büssten wir wahrscheinlich einige Minuten ein, denn ein nicht sehr professioneller Fahrer mit ziemlich breitem Rücken hielt uns gefühlte 20 Minuten auf. Das führte auch dazu, dass von hinten Esther Süss und Jane Nüssli randonnerten. So konnten wir uns aber wenigstens als Gentlemen auszeichnen, brav zur Seite stehen und die Beiden in bestem Schweizerdeutsch anfeuern. So haben wir wenigstens einen kleinen Anteil an ihrem überragenden Tagessieg in der Damen-Kategorie… Bei den Jungs führen nach dem Prolog Susi Sauser und Jaroslav Kuhlavy. Nino Schurter und Florian Vogel hatten leider einen ziemlichen Fehlstart. Flo flog scheinbar in einer Abfahrt so unglücklich, dass sein Sattel zu Bruch ging… Und dabei haben wir den beiden vor dem Start noch soviel Glück gewünscht. Wo sonst sitzt man beim Entspannen gleich neben dem Weltmeister?

Wir liegen auf dem 150. Zwischenrang. Das ist eine Punktlandung, denn es verschafft uns einen Startplatz im Block B, der morgen zeitgleich mit den grossen Jungs ins Rennen geschickt wird. Wir werden uns also wie 2011 gemütlich ganz hinten anstellen, die ersten Kilometer aus dem Gröbsten raushalten und dann langsam zulegen.

Mittlerweile haben wir eine Massage und ein sehr leckeres Abendessen hinter uns und schon bald ist Zeit für ins Bett. Dank der perfekten Infrastruktur hier, schalten wir aber vorher noch unseren Blog online.

Gruess us Citrusdal!

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