Unser Blog
wird heute mal wieder auf einem suedafrikanischen Laptop geschrieben, daher
ohne Umlaute und evtl. mit gelegentlichen Y statt Z.
Zunaechst
muessen wir ein Versprechen einloesen und hier ein ganz grosses Lob ans
Medicare-Team aussprechen. Die Leute vom Sanitaetsdienst haben innert 20
Stunden nagelneue Kontaktlinsen fuer Mario aufgetrieben und das auch noch
umsonst. Ganz herzlichen Dank.
Die heutige
Etappe wurde uns als Erholungstag verkauft. Als „Reward“ fuer den Effort der
letzten beiden Tage. Wer den Streckenplaner, Dr. Evil kennt, der weiss dass es
beim Cape Epic keine Geschenke und schon gar keine Erholungstage gibt. Ein
Statement von ihm auf Twitter: „This is the Cape Epic, not the Cape Easy“. Also
machten wir uns wie ueblich aufs Schlimmste gefasst. Eins muss man Dr. Evil
aber lassen. Er weiss, wie man Biker fertig macht, er weiss aber auch, wie man
sie gluecklich macht. Naemlich mit fantastischen Singletrails mit perfektem
Flow durch eine wunderschoene Landschaft. Und das gab’s heute fuer alle, die
noch mitspielen. Zunaechst lief es uns nicht optimal. Marios Gabel
funktionierte nicht richtig. Er fuhr heute die ersten 32 Kilometer im Retro
Stil, naemlich mit starrer Federgabel. Auf den steinigen Trails forderte das
ein wenig Tribut, aber das Feld war noch relativ geschlossen und so verloren
wir einfach am ersten Reparaturposten einige Zeit, bis das Ding richtig gepumpt
war.
Danach ging’s
auf Aufholjagd. Zunaechst haengten wir uns mal an das vor uns klassierte Team
(jaja, natuerlich zwei Damen). Die eine ist aber vierfache Finisherin und wir
dachten, aus Hoeflichkeit bleiben wir mal ne Weile dran. Die Hoeflichkeit hatte
irgendwann ein Ende, als wir allein das Weite suchten und uns Team fuer Team
nach vorne arbeiteten. Absolutes Karrierehighlight war, als wir in einem kurzen
Aufstieg den Uebervater des Mountainbikings, Tom Ritchey ueberholten. Er ist
zwar schon etwas in die Jahre gekommen, aber sowas tut uns Hobbyveloelern
trotzdem gut.
Die ersten
rund 70 Kilometer waren eher kraftintensiv mit Trails, Switchbacks, kurzen
ruppigen Steigungen und sandigen Geraden. Das kam eher Urs zugute. Die
restlichen knapp 30 Kilometer mit langen Aufstiegen an der mittlerweile
erbarmungslos brennenden Sonne kamen dann eher Mario entgegen.
Nach 5.22
Stunden kamen wir ins Ziel, Platz 133 heute und 119 im Zwischenklassement.
Vorne bei
den Pros musste Esther Suess leider aufgeben. Sie hat einen Virus
aufgelesen. Bei den Jungs haben Sauser/Kuhlavy den Sieg verschenkt, weil sie eine
falsche Abzweigung genommen haben. Es war heute teils schwierig, die Markierungen
in den schnellen Abfahrten rechtzeitig zu sehen. Wir da hinten haben jeweils
noch den Vorteil, dass wir den Reifenspuren folgen koennen. Wenn man die erste
Linie zieht, geht das natuerlich nicht. So haben auch heute Platt/Huber
gewonnen und ihren Vorsprung im Gesamtklassement ausgebaut.
Die Massage
wird immer wichtiger. Vor allem unsere Ruecken und Unterarme sind ziemlich
hart. Zum Glueck gibt es aber einen tollen Service hier. Taeglich 45 Minuten,
die es wirklich Wert sind, ins Ziel zu kommen. Es ist schon erstaunlich. Man
bezahlt Geld dafuer, von Dr. Evil geschunden zu werden und sehnt sich
eigentlich dauernd das Ende des Rennens entgegen... Gspunne...
"Seit Sonntag hat Jürg ein neues Hobby. Er
AntwortenLöschenverbringt täglich mehrere Stunden vor dem PC, um ja keine Zwischenzeit zu verpassen. Heute ist es passiert - er hat
euch verpasst und wurde mit der Zeit ganz kribbelig. "Söll emal choo", bis er endlich merkte, dass die Swisscowboys den
Checkpoint schon längst passiert hatten. Eure Leistung ist auch diesmal wieder super. Spart doch bitte noch ein wenig
Kraft für die zweite Wochenhälfte.
Mit Spannung erwarten wir die Rangliste von morgen und natürlich den Tagesbericht.
Machet's guet und blibet gsund!
Käthy Pfister"